13.11.2007
Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts Polis liegt SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti Im direkten persönlichen Vergleich nur noch vier Prozentpunkte (37% zu 41%) hinter Amtsinhaber Roland Koch. Im Juli 2007 hatte der Vorsprung von Koch auf Ypsilanti noch 16% betragen.
Dazu erklären die hessischen Jungsozialisten:
„In Hessen herrscht nun offiziell Wechselstimmung für die SPD! Wir Jusos freuen uns über diesen Rückenwind aus der Bevölkerung für Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti. Die außergewöhnlich guten Zustimmungswerte für eine Herausforderin um das Amt der Ministerpräsidentin überraschen und erfreuen uns zugleich“ erklärt Felix Diehl, stellv. Juso-Landesvorsitzender für die SPD-Nachwuchsorganisation.
Offensichtlich komme die sympathische und glaubwürdige Herangehensweise von Andrea Ypsilanti an die Probleme der Menschen in Hessen gut an. Als Kind aus einer Arbeiterfamilie und Frau, die sich selbst auch oft gegen Widerstände behaupten musste, habe Andrea Ypsilanti das richtige Gespür für die Sorgen und Bedürfnisse der Menschen in Hessen.
„Der Amtsinhaberbonus von Roland Koch scheint schon zu Beginn des Wahlkampfs aufgebraucht. Dass ein amtierender Ministerpräsident im direkten Vergleich zu einer Herausfordererin derart schlechte Sympathiewerte einstreicht ist ein persönliches Debakel für Roland Koch und ein schwerwiegendes politisches Problem für die hessische CDU“ sind sich die Jusos sicher.
Der amtierende Ministerpräsident werde zu einer immer größeren Belastung für die CDU im Wahlkampf. „Nachdem die SPD in wahlentscheidenden Fragen wie der Schul- und Hochschulpolitik schon in bisherigen Umfragen deutliche die Nase vorn hatte, punktet Andrea Ypsilanti jetzt auch im direkten Vergleich mit Koch.“
Das Ausrufen eines ideologischen Lagerwahlkampfes seitens des amtierenden Ministerpräsidenten scheint für die Jungsozialisten aus der Not geboren. „Offensichtlich vertraut Roland Koch nicht in die Ergebnisse der eigenen Regierungspolitik und die Verankerung seiner Person bei den Bürgerinnen und Bürgern. Das wundert uns nicht. Roland Koch ist der unbeliebteste amtierende Ministerpräsident und im Vergleich zu angesehenen CDU-Landesfürsten wie Christian Wulff ein dankbarer Gegner für die hessische SPD.“ Wo Christian Wulff allein auf seinen Amtsbonus und die Beliebtheit bei den Bürgern setze, müsse Roland Koch wegen seiner persönlichen Schwäche ein Feindbild an die Wand malen, um die Wählerinnen und Wähler zu verängstigen.
„Dieses Eingeständnis der eigenen Schwäche wird aber wie ein Boommerang zurückschnellen. Ein Ministerpräsident der nach neunjähriger Amtszeit immer noch nichts anderes kann als die SPD verteufeln, den nimmt keiner mehr für voll “ schließt Diehl.
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