Jusos befürchten: „Langweilige FDP verpasst Einzug in Landtag“

Jusos befürchten: „Langweilige FDP verpasst Einzug in Landtag“

17.12.2007

Der hessische FDP-Landesvorstand hat jüngst verkündet, eine Koalition mit der SPD oder den Grünen unabhängig vom Ergebnis der Landtagswahlen am 27. Januar kategorisch auszuschließen.

Dazu erklären die hessischen Jungsozialisten:

„Von der gedanklichen Eintönigkeit der hessischen FDP sind wir Jusos erneut enttäuscht. Es ist eine Unverschämtheit, wie überheblich sich die kleine Partei der Besserverdienenden und Privilegierten gegenüber den Wählerinnen und Wählern in Hessen aufspielt. Jegliche denkbaren Koalitionen jenseits der CDU kategorisch unabhängig vom Wahlausgang auszuschließen grenzt an eine Verhöhnung des demokratischen Souveräns“ erklärt Björn Spanknebel, Vorsitzender der hessischen Jungsozialisten. „Die Mehrheiten in Hessen werden immer noch von den hier lebenden Menschen in freien Wahlen bestimmt und nicht von der Führungsriege der hessischen Freidemokraten in miefigen Hinterzimmern!“

Indem sich die FDP nun schon seit Jahren unabhängig von einer Regierungsbeteiligung an die hessische CDU kettet verliert die wirtschaftsliberale Partei zusehends an Profil und Strahlkraft. „Die FDP war in Hessen immer am stärksten, wenn sie unabhängig von den beiden Volksparteien eigene politische Konzepte vorgelegt hat. Seit dem Ende der 90er Jahre ketten sich die Freidemokraten aber nur noch an die hessische CDU. Unter Jörg-Uwe Hahn hat die FDP jegliche politische Originalität verloren. Wir befürchten, dass die FDP deshalb mit Stimmverlusten an das konservative Original CDU rechnen muss. Angesichts der zu erwartenden zusätzlichen Stimmverluste wegen dem Antreten der Freien Wähler (FW) muss die FDP deshalb um den Einzug in den Landtag bangen“ befürchtet Felix Diehl, stelllv. Vorsitzender der Jusos.

Statt sich schon mit dem Verteilen der Beute zu beschäftigen und sich vorzeitig auf einseitige konservative Koalitionen festzulegen, empfehlen die Jusos der hessischen FDP wieder an politischen Witz und Charme aus den 80er Jahren anzuknüpfen. „Eine kreative und eigenständige FDP wäre eine erfrischende Bereicherung für die Parteienlandschaft in Hessen. Als Anhängsel der Koch-CDU langweilt die FDP nur noch“ schließen Diehl und Spanknebel.

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