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Ausbildung in Hessen
Deutschland befindet sich in einer dramatischen Ausbildungskrise: 1,5 Mio. junge Menschen zwischen 20- 29 Jahren haben keine abgeschlossene Berufsausbildung und nur 24% der Unternehmen bilden aus. Freiwillige Selbstverpflichtungen wie durch den „Ausbildungspakt“ sind gescheitert. Auch durch das Warteschleifen-System der Bundesagentur für Arbeit (BA) werden junge Menschen nicht passgenau gefördert.
Besonders gravierend wirkt sich der Ausbildungsplatzmangel in den ländlichen Regionen Hessens aus: Während hochqualifizierte Jugendliche abwandern, finden Jugendliche mit geringerer Bildungsqualifikation nur schwerlich einen Ausbildungsplatz oder bleiben in Ungewissheit, ob sie nach der Ausbildung im Betrieb übernommen werden. Damit bluten weite Regionen in Hessen aus. Wir wollen soziale Gerechtigkeit für alle Menschen in Hessen.
Hinzu kommt, dass die Ausbildungsvergütung in der Regel die Lebenshaltungskosten bei Weitem nicht abdeckt: Auf Grund wachsender Anforderungen an ihre persönliche Mobilität und Flexibilität sind immer mehr Auszubildende darauf angewiesen, eine eigene Wohnung oder zumindest ein eigenes Auto von ihrer Ausbildungsvergütung zu finanzieren. In Extremfällen müssen Jugendliche für ihre Ausbildung sogar noch drauflegen. Dadurch entsteht die groteske Situation, dass junge Leute nebenbei jobben müssen, um ihre Ausbildung finanzieren zu können.
Eine abgeschlossene Berufsausbildung erhöht nicht nur die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und fördert auch die soziale Integration. Wo heute ein Mangel an Ausbildungsplätzen herrscht, werden morgen Fachkräfte fehlen!

Trotzdem kürzt die schwarz-gelbe Landesregierung drastisch bei der Ausbildungsförderung für benachteiligte Jugendliche und hat die öffentliche Förderung der Verbundausbildung in Hessen sogar abgeschafft.
Wir wollen, dass alle Jugendlichen die Chance auf einen Ausbildungsplatz und eine gute Ausbildung haben!


